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Bild: Andi Weiland| Gesellschaftsbilder.de

Inklusion in der Internationalen Jugendarbeit voran bringen

Neue praxisnahe, interaktive Produkte leisten Hilfestellung

Der 5. Mai ist der Europäische Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Das passende Datum also um in einer Abschlusskonferenz die praxisnahen, interaktiven Produkte vorzustellen, die als Ergebnisse des internationalen IJAB-Projekts VISION:INCLUSiON entstanden sind. Die Qualifizierungsmodule und Leitfäden zeigen Wege und Möglichkeiten für mehr Inklusion in der Internationalen Jugendarbeit auf und sind als barrierefreie Versionen auf Deutsch, Englisch und in einfacher Sprache verfügbar.

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, eröffnete die digitale Veranstaltung:

"Es ist wichtig, die Inklusions-Anforderungen aus der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen auch in der Internationalen Jugendarbeit umzusetzen. Die Träger des internationalen Jugendaustauschs und dort tätige Fachkräfte haben bei der Inklusion eine große Verantwortung. Ich freue mich daher, dass wir im Rahmen des Projekts VISION:INCLUSiON national, wie international und vor allem in Zusammenarbeit mit Betroffenen zentrale Impulse für die Umsetzung inklusiver Angebote in der Internationalen Jugendarbeit setzen konnten."

Im digitalen Raum tauschten sich anschließend Fachkräfte aus der (Internationalen) Jugendarbeit, von Selbstvertretungsverbänden, Politik, Wissenschaft sowie weitere Interessierte aus Deutschland und dem Ausland darüber aus, wie Jugendliche mit Behinderung selbstverständlich an Angeboten der internationalen Jugendarbeit teilhaben können und blickten zurück auf 6 Jahre gemeinsames Arbeiten an einer Vision Inklusion.

Denn hier trafen sich keine Unbekannten - fast alle Anwesenden waren an der einen oder anderen Stelle in die Projektarbeit eingebunden und haben ihren Beitrag zu den Ergebnissen des Projektes geleistet: Als Teilnehmende der Fachkonferenzen, des internationalen Jugend BarCamps, in den internationalen Arbeitsgruppen oder als Mitglied des begleitenden Expert*innenteams.

Diese Zusammenarbeit von betroffenen Jugendlichen und Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Beeinträchtigungen mit nationalen und internationalen Fachleuten der Jugendarbeit ist bislang einzigartig in der Internationalen Jugendarbeit und machen die nun vorliegenden Publikationen so besonders und praxisnah. Hier finden alle, die ihre internationalen Maßnahmen für junge Menschen inklusiver gestalten möchten, konkrete Hilfestellung mit Übungen, Videos, Checklisten und viel Hintergrundwissen. 

Zwei Publikationsformen wurden hierfür gewählt:

  1. Die „Qualifizierungsmodule: Internationale Jugendarbeit inklusiv gestalten“ bestehend aus einem Handbuch plus ergänzenden multimedialen Materialien (verfügbar auf Deutsch, Englisch und in Einfacher Sprache)
  2. Der interaktive Comic „Ja, lass uns loslegen! Aber wie?“ als praxisnahe, visuelle Anleitung zur Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer inklusiven internationalen Begegnung (auf Deutsch, Englisch und in einer barrierefreien Version
Zukunftsperspektiven für die inklusive Internationale Jugendarbeit

 

Als Projektabschluss trugen mit Karina Chupina (Expertin und Trainerin für Inklusion und Diversität, Russland), Marie-Luise Dreber (Direktorin IJAB, Deutschland), Elżbieta Kosek (Kreisau-Initiative e.V., Deutschland/ Polen), Florian Kufner (Deutsche Gehörlosen-Jugend), Milanka Nikolic (Aktivistin, Serbien) und Katrin Rosenthal (Aktion Mensch, Deutschland), Expert*innen und Fachleute aus dem Plenum gemeinsam ihre wichtigsten Punkte und Bedingungen für eine gelingende Inklusion – nicht nur in der internationalen Jugendarbeit – zusammen:

Mit der Fishbowl-Diskussion ging eine sehr kurzweilige digitale Abschlussveranstaltung zu Ende, an deren Schluss sich nochmals alle Beteiligten dafür aussprachen, das entstandene internationale Netzwerk lebendig zu halten. Der Dank der Anwesenden ging natürlich auch an das VISION:INCLUSiON Team Ulrike Werner, Claudia Mierzowski und Christoph Bruners von IJAB: „Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen! Ihr seid das Herz von VISION:INCLUSiON!“

Verraten sei noch, dass das Team noch an einen MOOC - also einem Online-Kurs – zu den Qualifizierungsmodulen arbeitet. Damit sich möglichst viele Menschen unabhängig von Zeit und Ort in Sachen Inklusion fit machen können.

>>Hier geht es zu den Publikationen<<

 

[Mit Textbausteinen der Meldung des BMFSFJ zur  Veranstaltung: Inklusion in der Internationalen Jugendarbeit stärken vom 5.5.2021]

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